Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst bei der Bundeswehr engagiere ich mich seit 14 Jahren als Reserveoffizier im Katastrophenschutz. Dazu bin ich in einem Kreisverbindungskommando beordert.

Das Kreisverbindungskommando ist im Ereignis-/Katastrophenfall das Bindeglied zwischen Bundeswehr und Landkreis. Die Mitglieder des Kreisverbindungskommandos sind alle Reservisten, die in der Regel aus dem Landkreis kommen und diesen natürlich kennen. Sie beraten u. a. den Katastrophenschutzstab des Landkreises in Bezug auf mögliche Unterstützungsmöglichkeiten durch die Bundeswehr und koordinieren deren Einsatz.

Seit meinem Umzug aus Thüringen im Oktober 2013 bin ich, im Dienstgrad Oberstleutnant, als stellvertretender Leiter des Kreisverbindungskommandos im Jerichower Land tätig.

Hierfür habe ich auch zahlreiche zivile Ausbildungen u. a. an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Bad Neuenahr-Ahrweiler und am Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge absolviert. Diese Kenntnisse kamen mir bereits als zuständigem Fachbereichsleiter in Sülzetal für die Feuerwehren zugute.

Im Zusammenhang mit der Pandemie fand am 12.03.2021 ein Termin mit dem Leiter des Impfzentrums, dem Beigeordneten des Landkreises Thomas Barz statt. Die Soldaten sind hier eine große Stütze für den Ablauf. Im Rahmen der Pandemiebekämpfung berät das Kreisverbindungskommando auch die Pflegeeinrichtungen im Landkreis auf mögliche Unterstützungsmöglichkeiten durch die Bundeswehr. Der Einsatz und der Bedarf an Bundeswehrkräften wird kontinuierlich abgeglichen.

Die Menschen sollen sich in einer Katastrophe zu Recht darauf verlassen können, dass alle beteiligten Behörden und Institutionen so zusammenarbeiten, dass Schaden abgewendet wird. Wie wichtig der Einsatz in der Pandemie ist, sehen wir nahezu jeden Tag. Die Zusammenarbeit funktioniert.